Fragen, die im Webinar entstehen
Diese Fragen entstehen oft,
wenn Fachkräfte ENMO® zum ersten Mal erleben.

Muss ich den Kompass immer anwenden?
Nein.
Der Kompass ist Teil der Struktur, aber nicht in jeder Situation notwendig.
Entscheidend ist, dass ich den Zustand erkenne - nicht das Werkzeug.
Was mache ich, wenn ein Kind nicht mitmacht?
Das Kind muss nicht mitmachen.
Ich arbeite nicht über Kooperation, sondern über das Nervensystem.
Ich gebe Orientierung über Rhythmus, Bewegung und Präsenz –
daran richtet sich das Kind aus.
Was ist, wenn ein Kind nicht erreichbar ist?
Dann arbeite ich nicht über Ansprache.
Ich beginne mit Regulation.
Ich weiß, wie ich den Zustand beeinflussen kann – auch ohne Kontakt im klassischen Sinn.
So entsteht Schritt für Schritt wieder Erreichbarkeit.
Muss ich das vorher mit einem Kind üben?
Nein.
ENMO® funktioniert nicht über Training, sondern im Moment.
Ich arbeite direkt im Geschehen und genau dort entsteht Veränderung.
Wie setze ich ENMO® im Alltag um?
ENMO® folgt einer klaren, wiederholbaren Struktur.
Ich erkenne den Zustand, setze gezielte körperbasierte Impulse
und stabilisiere anschließend den regulierten Zustand.
Ich muss nicht interpretieren oder ausprobieren,
sondern weiß im Moment, was zu tun ist.
Genau diese Sicherheit entsteht in der Ausbildung.
Wirkt das sofort?
Ja.
ENMO® wirkt unmittelbar auf Ebene des Nervensystems.
Die Veränderung ist nicht immer sofort sichtbar,
aber sie beginnt im selben Moment.
Was ist mit impulsivem Verhalten?
Impulsives Verhalten ist kein Problem, sondern ein Zustand.
Ich arbeite nicht gegen das Verhalten, sondern verändere den Zustand.
Dadurch wird Verhalten wieder steuerbar.
Ist ENMO® für alle Kinder geeignet?
ENMO® setzt an einer grundlegenden Ebene an - dem Zustand im Nervensystem.
Deshalb ist der Ansatz in vielen Situationen wirksam.
Er ersetzt jedoch keine therapeutische oder medizinische Begleitung.
Funktioniert ENMO® auch mit kleinen Kindern?
Ja.
Gerade bei kleinen Kindern arbeite ich stärker über Co-Regulation.
Das bedeutet:
Ich gebe Orientierung über meinen eigenen Zustand –
nicht über Anforderungen an das Kind.
So entsteht schrittweise eigene Selbstregulation.
